Kanadische Streitkräfte prüfen PFAS-Belastung rund um den Lahrer Flughafen

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Raul
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Kanadische Streitkräfte prüfen PFAS-Belastung rund um den Lahrer Flughafen

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Ewigkeitschemikalien:

Kanadische Streitkräfte prüfen PFAS-Belastung rund um den Lahrer Flughafen

Kanadische Streitkräfte bestreiten eine Verantwortung für die Belastung mit PFAS-Chemikalien am Lahrer Flughafen. Gleichwohl stimmen sie nun neuen Untersuchungen zu.

Badische Zeitung - 3. Oktober, 2026

Die kanadischen Streitkräfte und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) werden ab kommendem November gemeinsam untersuchen, wie groß die Belastung mit PFAS-Chemikalien für die Gemeinde Meißenheim und die Umgebung des Lahrer Flughafens ist. Diese Nachricht erhielt der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner von der kanadischen Botschafterin in Berlin, Vera Alexander, schreibt er in einer Pressemitteilung.

Die Bima hatte Fechner im April mitgeteilt, dass der Knackpunkt für die Finanzierung weiterer Untersuchungen die noch ausstehende Entscheidung der kanadischen Streitkräfte zur Frage der Kostenerstattung sei. Im Juni hatte Fechner deshalb den Generalanwalt der kanadischen Armee angeschrieben und um eine Antwort gebeten. Nachdem Fechner keine Antwort erhielt, bat er die kanadische Botschafterin Vera Alexander um Unterstützung und Vermittlung.

Bei einem Treffen in der kanadischen Botschaft in Berlin erhielt Fechner nun die Nachricht von Botschafterin Alexander, dass die kanadischen Streitkräfte gemeinsam mit der Bima noch im November Untersuchungen zu PFAS starten werden.

"Das ist ein sehr gutes Zeichen, dass die kanadischen Streitkräfte jetzt gemeinsam mit der Bima zeitnah untersuchen, ob und in welchem Umfang eine PFAS-Belastung für die Anwohner in der Umgebung des Flughafens besteht", so Fechner. So könne jetzt schnell geklärt werden, ob Grenzwerte überschritten sind und wie Anwohnern geholfen werden kann, wenn Gefahren festgestellt werden.

In der Antwort vom 9. April 2026 auf Fechners Schreiben hatte die Bima es abgelehnt, die Kosten für eine erneute Grundwasserbeprobung in Meißenheim über die Schadensregulierungsstelle des Bundes (SRB) zu übernehmen:

"Da nach den völkerrechtlichen Vereinbarungen eine Kostenerstattung nur im Einvernehmen mit den kanadischen Streitkräften erfolgen kann, darf die SRB ohne deren Zustimmung eine Freigabe der Sanierungskosten für PFAS nicht erteilen."

Deshalb müsse die "abschließende Prüfung der kanadischen Streitkräfte hinsichtlich deren Verantwortlichkeit" abgewartet werden.

Bima sieht keine Gefährdung der Trinkwasserversorgung

Die kanadischen Streitkräfte bestreiten nach Darstellung der Bima bislang eine nachgewiesene Verantwortung für die PFAS-Kontamination. In dem Schreiben heißt es, sie hätten mitgeteilt, "dass ihrer Auffassung nach ihre Verantwortlichkeit für die PFAS-Kontamination nicht nachgewiesen sei". Zudem verweist die Bima darauf, dass PFAS-haltige Feuerlöschschäume früher dem damaligen Stand der Technik entsprochen hätten.

Mit Blick auf Belastungen außerhalb des Geländes, insbesondere in Richtung Kürzell, betont die Bima, das Landratsamt sehe "keine Gefährdung der Trinkwasserversorgung". Die Öffentlichkeit sei informiert worden, dass das Trinkwasser "bedenkenlos genutzt werden kann". Gleichwohl seien nach einer Empfehlung der Gemeinde zahlreiche Anträge auf Schadensersatz bei der SRB eingegangen.

Der Ortschaftsrat Kürzell wird sich in seiner Sitzung am Montag, 5. Oktober, 20 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses Kürzell auch mit den Ergebnissen der PFAS-Untersuchungen in Kürzell beschäftigen.

SOURCE:
https://www.badische-zeitung.de/kanadis ... -flughafen
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